Olivenöl - das Gold des Gardasees

Olivenöl ist eines der bekanntesten Produkte der mediterranen italienischen Küche. Wer verschiedene Gegenden Italiens bereist, kennt das: Die Ligurer sagen, ihr Olivenöl sei das Beste. Nein, meinen die Leute in der Toskana: Nur toskanisches kann man wirklich genießen. Sizilianisches, apulisches Öl, welches aus den Marken: Grundlage bester Küche und typischer Rezepte. Und selbstverständlich, fragt man die Menschen am Gardasee, so meinen sie selbstbewusst: das Olivenöl des Gardasees sei das einzig einzigartige, beste „Gold des Südens“. Doch weit gefehlt, wer seine Nachforschungen jetzt einstellt. Auch am Gardasee scheiden sich die Geister. So meinen doch einige, einzig das Öl von den Hängen des Monte Baldo sei das richtige, um den feinen Gardaseefisch richtig zu würzen!

Auf jeden Fall ist das Olivenöl des Gardasees das nördlichste der Welt. Nördlicher als am „46. Parallelo“, am 46. Breitengrad, wird kein Öl mehr produziert! Und das macht diese gold-gelb-grüne Flüssigkeit natürlich umso besonderer. Das Konsortium "Olio Extra Vergine di Oliva Garda DOP" gibt uns Auskunft.

Ist wirklich ein Unterschied zwischen Olivenöl aus der Gegend um Riva und jenem vom Süden des Sees?
Aber ja! Erstens ist das Klima verschieden und so auch das Öl. Auch die Sorten unterscheiden sich: Im Trentino wird viel mehr Pendolino angebaut – weiter südlich dominieren die Olivensorten Casaliva, Leccino und Frantoio. Olivenöl ist ein Naturprodukt, also schmeckt es immer ein wenig anders, je nachdem, woher es stammt.

Und wie schmeckt man das?
Öl aus dem Norden ist „grüner“, hat mehr zarte Bitternoten von Artischocken oder grünem Gras. Das im Süden kommt eine Nuance milder daher, sein Duft erinnert an Mandeln.

Was ist Olio Garda DOP?
Wir sind ein Zusammenschluss der Qualitätsproduzenten rund um den ganzen Gardasee, 1997 gegründet. Unser Ziel ist, die Herkunft des Olivenöls und Qualität zu garantieren. Auf dem Markt sind leider viele Fälschungen, es wird zum Beispiel das Hundertfache der überhaupt produzierten Menge von Olivenöl „Extravergine“ verkauft ... .

Wie können Verbraucher erkennen, ob Olivenöl wirklich gut ist?
Ein einfaches Rezept ist: Direkt beim Erzeuger kaufen oder bei einem Händler des Vertrauens, der genau weiß, woher das Olivenöl stammt. Und nicht nach Billigangeboten greifen – so billig, wie manche Supermärkte Olivenöl anbieten, kann man es gar nicht herstellen.

Oder man achtet auf das DOP-Siegel auf der Flasche?
Ja, wir kontrollieren lückenlos. Unser DOP-Gütesiegel garantiert, dass es sich um Olivenöl vom Gardasee handelt, das hier in der Region auch verarbeitet und abgefüllt wird. Sodann gibt es strenge Kontrollen, die beispielsweise den Säuregrad ermitteln – mehr als 0,5 Prozent sind nicht erlaubt. Die Oliven müssen von Hand oder mit mechanischen Mitteln schonend und zum richtigen Zeitpunkt geerntet und danach so schnell wie möglich verarbeitet werden.

Also „kalt gepresst“?
Gutes Olivenöl darf nur mechanisch gewonnen werden – gepresst oder zentrifugiert und zwar bei etwa 27 Grad.

Wie lagert man Olivenöl zu Hause?
Ganz einfach: dunkel und kühl, aber nicht kalt. Ganz wichtig ist, dass Olivenöl nicht lange Sauerstoff ausgesetzt wird – bringt man sich Kanister aus dem Urlaub mit, sollte man sie nach Anbruch in Flaschen abfüllen.

>> Weitere Infos zum Olivenöl Garda DOP

>> Die Marke "Garda DOP" - Zertifizierung und Sicherheitsgarantie

>> Olivenöl Garda DOP - Eigenschaften des Qualitätsöls

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Garda DOP